Eine schwangere Frau sitzt im Bikini auf einem Fels, während um sie herum das Wasser fließt.
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Baden in der Schwangerschaft – entspannend oder doch stressig?

Schwanger sein kann ein wahrer Vollzeitjob sein – vor allem, wenn man auf das Stresslevel achtet. Wohltuend in der Badewanne entspannen dagegen bildet einen herrlichen Ausgleich. Aber halt! Ist Baden in der Schwangerschaft überhaupt erlaubt? Und wenn ja, was muss beachtet werden? Wir klären auf!05

Ab ins entspannende Nass!

Erst einmal das Wichtigste vornweg: Ja, Baden in der Schwangerschaft ist erlaubt und kann durchaus auch erwünscht sein. Dennoch gilt es einiges zu beachten, um dem ungeboren Kind (und sich selbst) nicht zu schaden.

Nicht zu heiß

Temperaturen über 38°C können dem Fetus schaden. Denn bei dieser Hitze weiten sich die Gefäße und der Blutdruck sinkt ab. Das kann dazu führen, dass man selbst Kreislaufprobleme, Schwindel und Übelkeit erfährt – gerade weil der Körper durch die Versorgung zweier Lebewesen so schon strapaziert ist. Zum andere wird bei diesen Temperaturen die Gebärmutter stark durchblutet, was zu frühzeitigen Wehen führen kann. Genießen Sie das Badewasser also bei angenehmen 34 bis 36 Grad.

Übrigens: Auch bei diesen kühleren Temperaturen empfiehlt es sich nicht, länger als 15 bis 30 Minuten zu baden. Damit wird der Kreislauf nur unnötig belastet.

Hilfe bereithalten

Am besten genießen Sie nur ein Bad, wenn noch jemand zu Hause ist. So können Sie sicher sein, dass Sie immer die Hilfe bekommen, die Sie vielleicht benötigen. Abgesehen von Kreislaufproblemen kann auch das Aufstehen an sich (vor allem in den letzten Monaten) aus dem angenehmen Nass schwierig werden.

Schnuppert das gut: Badezusätze

Gerade beim Baden in der Schwangerschaft wollen wir uns vollkommen entspannen und die andauernden Rückenschmerzen einfach mal vergessen. Was gibt es da Besseres als Badzusätze? Diese können die relaxende Wirkung des Bades zusätzlich unterstützen und zu einem Erlebnis für alle Sinne machen.

Aber Achtung! Nicht alle ätherischen Öle eignen sich für die Schwangerschaft. Gerade Nelke, Zimt und Kampfer, aber auch Wacholder, Majoran, Verbena, Rosmarin, Muskat, Lorbeer, Ingwer und Zeder können frühzeitige Wehen auslösen. Hingegen können z.B. Melisse, Vanille, Zitrone, Rose, Sandelholz oder Heublumen sehr entspannend wirken und sind in niedrigen Dosierungen auch unbedenklich. Sprechen Sie sich aber am besten mit Ihrer Hebamme oder Frauenärztin ab, welche Öle erlaubt sind und welche gemieden werden sollten.

Hydriert bleiben

Ob schwanger oder nicht, beim Baden ist es immer wichtig sich etwas zu trinken bereitzustellen. Das mag vielleicht im ersten Moment paradox klingen – schließlich sind wir doch von Wasser umgeben –, aber wenn man an die Kreislaufprobleme und das Schwindelgefühl beim Baden denkt, scheint es logisch. Ein Glas Wasser kann hier schnell Abhilfe schaffen.

Auf und raus…

… aber nicht so schnell! Ölreste und Wasserrückstände machen die Badewanne zu einer gefährlichen Rutschpiste. Passen Sie also beim Ausstieg besonders auf, wo Sie hintreten und dass Sie immer einen sicheren Halt haben. Seien Sie nicht zu schüchtern, um Hilfe zu bitten!

Sind sie ausgestiegen, massieren Sie Ihren Bauch vorsichtig mit einem Frottierhandtuch oder sogar einer Massagebürste. Cremen Sie sich danach sorgfältig ein – vielleicht haben Sie sogar ein spezielles Schwangerschafts-Pflegeöl zur Hand? Dann immer schön benutzen, denn das kann lästigen Dehnungsstreifen vorbeugen. Und zum Schluss in einen wollig-weichen Bademantel hüllen und noch eine kleine Massage genießen: das perfekte Wellnesserlebnis!

Quellen
www.babyclub.de/…/badetag.html
www.gofeminin.de/…/baden-in-der-schwangerschaft-s1604746.html
www.babycenter.de/…/koerperpflege—duschen-und-baden-in-der-schwangerschaft
www.echtemamas.de/…/schwanger-und-baden-5-dinge-die-ihr-garantiert-wissen-moechtet/
www.mamiweb.de/…/entspannungsbaeder-in-der-schwangerschaft/1

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