Eine Dermatologin oder Kosmetikerin im weißen Kittel macht bei einer liegenden Frau eine Hautanalyse. Dafür hat sie verschiedene Utensilien (z.B. eine Lupe) zur Hand.
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Schein oder Sein: Was bringt eine professionelle Hautanalyse?

Wenn es draußen wieder kälter wird, fängt das Krabbeln und Zwicken bei vielen wieder an. Der Grund: Die Haut stellt sich auf die neuen Umstände ein und braucht daher auch eine andere Pflege. Aber um die richtige zu finden, muss man seinen Hauttyp kennen – und dieses Wissen fehlt oft. Eine professionelle Hautanalyse kann hierbei helfen.

Hautanalyse – ja, nein vielleicht?

Jeder, der sich zumindest schon einmal ansatzweise mit sich und seiner Hautpflege auseinandergesetzt hat, wird wohl wenigstens einmal diesen prüfenden Blick in den Spiegel geworfen und sich gefragt haben: Habe ich nun fettige oder trockene Haut? Empfindliche oder normale? Vielleicht auch Mischhaut? Meist folgt dann ein ratloses Seufzen.

Wer führt Analysen am besten durch?

Mutige trafen dann irgendwann eine Entscheidung und kauften einfach Produkte, die ihrer Meinung nach passen müssten. Im besten Falle harmonierten sie mit der eigenen Haut, aber das ist leider nicht immer der Fall. Vorsichtigere nutzen darum vielleicht (Online-)Fragebögen zum Thema Hauttyp. Doch diese bleiben eigentlich immer relativ oberflächlich und geben kaum mehr Sicherheit, als der prüfende Blick in den Spiegel.

Gleiches gilt für die immer mal wieder in Drogerien auftauchenden Analyse-Automaten. Auch hier wird in Wahrheit kein wirklich fundiertes Ergebnis abgegeben, sondern vor allem darauf abgezielt, Kunden zum Kaufen bestimmter Produkte zu bringen. Und nun?

Wer wirklich eine gute, umfassende und wissenschaftliche Hautanalyse wünscht – und diese ist wirklich ratsam! – der sollte sich entweder an den Dermatologen wenden oder eine erfahrene und entsprechend ausgebildete Kosmetikerin aufsuchen. Häufig bieten auch Apotheken einen entsprechenden Service an.

Wann bringt eine Analyse etwas?

Einmal im Leben eine Hautanalyse durchgeführt zu haben, ist definitiv keine schlechte Idee. Häufig wird bereits im Teenie-Alter dazu geraten, da man so eventuell auftretenden Problemen frühzeitig entgegenwirken und eine Pflegeprodukte-Odyssee, welche im Übrigen häufig auch schadet, verhindern kann.

Doch es muss und sollte nicht bei einer einzigen Analyse bleiben. Denn im Laufe der Zeit ändert sich die Haut und ihre Ansprüche. Neben den genetischen Gegebenheiten und eben unsere Pflege ist auch die Umwelt, das Klima und unser Gesundheitszustand entscheidend. Das alles wirkt sich unterschiedlich auf die Haut aus. Darum sollte man diese Untersuchung regelmäßig wiederholen.

Was passiert bei der Hautanalyse?

Die Vorbereitung

Bevor Ihre Haut analysiert werden kann, sollten Sie daran denken, dass Make-Up zu diesen Terminen leider fehl am Platz ist. Auch eine Reinigung oder eine Pflege sollte mehrere Stunden zuvor erfolgen, damit nichts die Analyse verfälscht. Einige Arztpraxen oder Kosmetikstudios könnten Sie sogar darum bitte, Mittel zur Aknebekämpfung mehrere Tage vorher kurzzeitig abzusetzen. Informieren Sie sich also am besten vorab, welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen.

Die Befragung

Ob Hautarzt bzw. -ärztin oder Kosmetikerin – zunächst wird es ein ausführliches Gespräch geben. Dabei stellt man das persönliche Hautempfinden fest: Neigt man zum Beispiel zu Hautunreinheiten oder Schüppchen? Bräunt die Haut schnell? Fühlt sie sich häufig gespannt an? Dann werden die bisherigen Pflegegewohnheiten erörtert. Welche Mittel nutzen Sie wann? Es wird auch nach bereits bekannten Problemen oder Erkrankungen (Neurodermitis, Akne,…) gefragt werden. Am Ende erhält die Fachkraft dann eine gute Bestandsaufnahme als Basis für alles weitere.

Die Untersuchung

Es gibt ganz unterschiedliche Methoden, die hier eingesetzt werden können. Meist geht es aber darum, Fett- und Wassergehalt der Oberhaut zu bestimmen, die Elastizität der Haut zu messen und auch die Pigmentierung zu beurteilen. Auch die Faltentiefe und Porengröße wird mit berücksichtigt.

Diese Untersuchungen führt man zum einen mit stark vergrößernden Hilfsmitteln (Lupen, die um z.B. das 80-fache hineinzoomen) durch. Zum anderen gibt es verschiedene Messgeräte, welche direkt auf die Haut gehalten werden und in Echtzeit Ergebnisse liefern. Die wichtigsten Hautpartien dabei sind Kinn, Stirn und Wangen.

In manchen Fällen kann es auch nötig sein, einen zusätzlichen Allergietest durchzuführen, etwa wenn der Verdacht aufkommt, dass Sie Unverträglichkeiten gegenüber bestimmter Inhaltsstoffe von Kosmetika haben könnten. Auch ein ergänzender Bluttest kann helfen, da so der Hormonstatus bestimmt wird. Dieser hat ebenfalls starken Einfluss auf das Hautbild.

Das Beratungsgespräch

Am Ende dieses Prozesses erhalten Sie eine genaue Einschätzung Ihrer Haut. In einem Gespräch wird Ihnen detailliert erklärt, was Ihr Hauttyp ist und welche individuellen Anforderungen das mit sich bringt. Ein speziell auf Ihre Haut abgestimmtes Pflegekonzept ist meist ebenfalls in der Analyse inbegriffen. So erhält das größte Organ Ihres Körpers endlich genau so viel Feuchtigkeit und Fett, wie es braucht, sowie alle wichtigen Wirkstoffe. Ihre Haut wird endliche wieder strahlend schön sein – und dafür lohnt sich eine Hautanalyse doch wirklich!

Quellen
www.paradisi.de/…/Hautanalyse/Artikel/3867.php
www.gesundheitsweblog.de/hautanalyse-beim-hautarzt/
www.hautarztzentrum-kiel.de/hautanalyse-beim-dermatologen/

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