Eine Frau mit langen blondierten Haaren schaut über ihre Schulter, während ihre Haare wehen.
Foto: © melancholiaphotography, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: pixabay.com

So wird’s schön: Die Dos & Don’ts für blondierte Haare

Blondes have more fun – diesen Spruch kennen wohl die Meisten. Ob das der Grund ist, aus dem viele Nicht-Blondinen dennoch nach der goldenen Haarfarbe streben? Fakt ist, dass ein Aufhellen der Haare beliebt ist. Doch wer seinen Schopf danach sich selbst überlässt, kann eine böse Überraschung erfahren. Wir geben Tipps für die Dos und Don’ts bei blondierten Haaren!

Warum ist Blondieren problematisch?

Wer schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat, sich die Haare aufzuhellen, wird sicherlich direkt auf Aussagen gestoßen sein, dass das die Haare kaputt macht. Natürlich macht immer die Dosis das Gift und dank neuer Techniken und deutlich schonenderen Produkten ist blondes Haar inzwischen längst nicht mehr zwangsläufig mit einer geschädigten Haarstruktur verbunden. Aber dennoch ist es ein starker Eingriff.

Wer seine Haare blondieren lässt, bekommt keine weiteren Farbpigmente wie beim Färben oder Tönen dazu. Im Gegenteil: Die Pigmente werden herausgelöst. Dazu muss aber erst die schützende Schuppenschicht der Haare chemisch aufgebrochen werden. Nur dann kann die natürliche Farbe aus ihnen entweichen. Die Haarfarbe wird dann quasi gebleicht.

Doch durch eben dieses Aufbrechen der natürlichen Struktur sind blondierte Haare sehr empfindlich. Sie brechen schnell, sind porös und glanzlos. Um diesen Zustand zu beheben ist eine sehr akribische und kluge Pflege wichtig. Außerdem sollten bestimmte Verhaltensweisen vermieden werden. Anderenfalls brechen Längen weg, die Haare trocknen aus, sehen stumpf aus und man muss über kurz oder lang zur Schere greifen. Ein Kurzhaarschnitt sieht zwar sicher auch fesch aus, ist aber doch nicht immer das erklärte Ziel gewesen.

DON’T: Was sollte man bei blondierten Haaren vermeiden?

1. Achtung Sonne: UV-Strahlung

Im Sonnenlicht sehen die frisch blondierten Haare gleich nochmal so hübsch und goldig aus? Mag sein, aber man sollte es trotzdem besser meiden. Denn die UV-Strahlung entzieht den Haaren zusätzlich schützende Fette und die ohnehin schon knappe Feuchtigkeit. Die Schuppenschicht wird immer rauer und sorgt so für einen spröden, strohigen Look.

Die Lösung: Das Leben als Vampir ist sicherlich nur für die wenigstens attraktiv. Besser ist es, einen Hut oder ein schickes Kopftuch zu tragen. Man kann auch zu speziellen Haarprodukten greifen, die bereits einen Lichtschutzfaktor integriert haben.

2. Nicht ohne meine Badekappe: Chlor- und Salzwasser

Vor dem Urlaub noch einmal frisch die Haare blondieren? Keine gute Idee! Denn für viele gehören zur Erholung zahlreiche Stunden im Meerwasser oder wenigstens im Hotelpool dazu. Doch hier lauert der Feind. Denn Salzwasser wirkt ohnehin schon austrocknend. Die kleinen Salzkristalle verstärken aber gerade auf blondiertem Haar noch den Effekt der UV-Strahlung. Und auch das Chlor ist kein Freund von blondiertem Haar. Denn es dringt in die Haare ein und reagiert dort mit den darin befindlichen Metallsalzen. Das Ergebnis: Ein Grünschimmer.

Die Lösung: Geht es nur um ein fröhliches Planschen im kühlen Nass? Dann reicht es vielleicht auch, die Haare sicher nach oben zu stecken. Sind Sie allerdings ein leidenschaftlicher Schwimmer, lohnt sich die Anschaffung einer wasserdichten Badekappe. Keine Sorge, die gibt es inzwischen auch in chic! Und wenn die Haare doch mal nass werden: vorsichtig, aber gründlich mit klarem Wasser ausspülen!

3. Weniger ist mehr: Stylingsünden

Manch einer mutet seinen Haaren ja einiges zu: Föhnen, Glätten, Kämmen, Haarspray und dann noch zig Haarnadeln. Was für gesundes Haar schon eine Herausforderung ist, stellt für empfindliches, blondiertes Haar den sicheren Super-GAU dar. Denn die Hitze macht sie porös und stumpf, die Stylingprodukte belasten sie zusätzlich und trocknen aus. Unsanfte und ständige mechanische Belastungen durch z.B. häufiges Kämmen tut dann sein Übriges: Die Haare brechen ab.

Die Lösung: Der natürliche Look ist mit einer so tollen Haarfarbe doch oft schon wunderschön. Lassen Sie Ihre Haare einfach mal an der Luft trocknen oder föhnen Sie sie nur mit kühler Luft. Vermeiden Sie außerdem starke Reibung durch beispielsweise ein Trockenrubbeln mit einem Handtuch. Besser: trocken tupfen! Und zu viele Stylingprodukte müssen nur wieder herausgewaschen werden. Es geht im Alltag meist auch gut ohne. Versuchen Sie es doch einmal!

DO: So pflegen Sie blondierte Haare richtig

Nach einer Blondierung brauchen Haare vor allem zwei Dinge: Feuchtigkeit und Keratin. Darum wurden spezielle Pflegeprodukte entwickelt, die ganz auf die Bedürfnisse von blondierten Haaren zugeschnitten sind. Shampoos beispielsweise reinigen meist auf eine besonrs milde Weise, schäumen nicht so stark und spenden dafür ein Hohes Maß an Feuchtigkeit. Andere Produkte wie Kuren oder Conditioner sind so konzipiert, dass sie zwar pflegen, aber nicht beschweren.

Die richtige Routine

  1. Versuchen Sie nicht täglich Ihre Haare zu waschen, denn das sorgt – so paradox es auch klingen mag – nur dafür, dass sie zusätzlich austrocknen. Ein Rhythmus von alle zwei bis drei Tage ist absolut ausreichend und wird Ihren Haaren helfen, sich zu erholen.
  2. Überpflegen Sie Ihre Haare nicht. Ja, sie sind nach dem Blondieren beansprucht. Aber nicht die Menge, sondern die Qualität der Produkte hilft ihnen. Ein Conditioner kann durchaus bei jeder Haarwäsche angewendet werden. Eine reichhaltige Haarmaske bzw. Kur reicht einmal in der Woche. Produkte wie Haaröle oder Leave-Ins sollten bei Bedarf genutzt werden.
  3. Wie bereits oben erwähnt, sollten Sie die Haare nach dem Waschen möglichst an der Luft oder mit einem auf kalt eingestellten Föhn trocknen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie nie wieder Lockenstab und Co benutzen dürfen. Allerdings sollten diese im Alltag besser wirklich in der Schublade bleiben.

Weg mit dem Gelbstich!

Bei aller guten und richtigen Pflege kann man ihn nur in den seltensten Fällen vermeiden: Der Gelbstich. Denn Fakt ist, dass in den meisten Haaren die rötlich-gelben Pigmente sehr stark vorkommen und auch nach einer Blondierung wieder in Erscheinung treten, wenn die zugesetzten blauen Pigmente langsam ausgeblichen sind. Wem das nicht zusagt, der muss dagegen arbeiten.

Zu diesem Zweck gibt es spezielle Color Correct Produkte (z.B. Silbershampoos). Diese enthalten die erwähnten violetten oder blau-silbrigen Farbpigmente, die sich wie ein Mantel um die Haare legen und somit die gelbe oder rote Farbe verdecken. Der Effekt ist zwar nicht dauerhaft, aber er kann bei regelmäßiger Anwendung erhalten bleiben und damit auch Ihre schönen blondierten Haare.

Quellen
www.elle.de/blonde-haare
www.gofeminin.de/haare/
www.dessangehairbeauty.de/…/blondiertes-haar-richtig-pflegen/
www.nivea.de/…/blonde-haare-pflegen
www.perfecthair.ch/de/…/blondieren-ohne-schaeden-mit-diesen-8-tipps

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.