Nahaufnahme von zwei Frauenhänden mit einer gepflegten French Nails Maniküre
Quelle: Fotolia.deVladimir Sazonov)

Die klassischste Maniküre oder: Sind French Nails noch modern?

Rote Nägel sind auffällig und leidenschaftlich, schwarze hingegen eher cool und edgy. Doch nicht immer passen bunte Nägel in die Situation. Darum greift Frau wohl immer wieder zu der kleinen, unscheinbaren Schwester der knalligen Nagellacke: den French Nails. Doch diese Maniküre ist 2018 gar nicht mehr so vermeintlich spießig, sondern avanciert zum größten Trend!

Was sind French Nails?

Wenn wir die Augen schließen und jemand sagt “French Nails”, haben wohl alle dieses ganz klassische Design vor Augen: Nude oder maximal rosé-farbige Nagelplatten, die Spitzen weiß, die Form mal eckig, mal oval. Es ist eine dezente, zarte Maniküre, die besonders feminin wirkt.

Wo sie ihren Ursprung hat, ist übrigens nicht mehr nachzuvollziehen. Einige vermuten, dass sich die Menschen an den französischen Adelshöfen im 18. Jahrhundert die Nagelspitzen weiß färbten, um sich von den Bauern und deren im Alltag schmutzigen Händen abzuheben. Andere hingegen glauben, dass die French Nails eher von den Modenschauen in Paris kamen.

Womit lassen sich French Nails machen?

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, um den klaren, eleganten French Nail Look auf die Finger zu bekommen. Der einfachste ist ein Nagelweißstift, der auf der Unterseite der Nagelspitze aufgetragen wird. Am besten für den Heimgebrauch ist wohl das Arbeiten mit unterschiedlichen Nagellacken.

Für besonders lange Haltbarkeit hingegen eignen sich die French Nails aus Gel oder Acryl. Diese sollte man sich aber am besten in einem professionellen Nagelstudio machen lassen. Denn gerade bei der Erst-Modellage sollten keine Fehler passieren, da das Ergebnis sonst alles andere als schön aussehen kann.

Wer sich für diese Variante entscheidet, sollte das Design jedoch auch wirklich längere Zeit  mögen. Denn die Maniküre mit Gel oder Acryl hält etwa drei bis vier Wochen und kann dann auch nicht immer ohne weiteres entfernt werden. Einige Materialien müssen mühsam abgetragen werden oder langwierig herauswachsen.

So machen Sie sich ganz einfach French Nails

Die leichteste Variante ist natürlich der Nagelweißstift – aber etwas mehr her macht die Maniküre mit Nagellack. Diese ist insgesamt auch gar nicht weiter kompliziert, sie braucht nur etwas Übung und ein wenig Geduld.

1. Vorbereitungen

Die Nägel sollten zunächst in Form gebracht werden. Das können Sie am besten mit einer Sandpapier- oder Glasnagelfeile umsetzen. Dabei können Sie eine eher natürliche, ovale Linie wählen, oder aber eine gerade Kante herausarbeiten. Außerdem sollte die Nagelhaut vorsichtig zurückgeschoben bzw. entfernt werden.

2. Das Lackieren

Tragen Sie nun den Farblack Ihrer Wahl auf den ganzen Nagel auf. Hier können Sie einengut deckenden oder semitransparenten Lack wählen, der den Nagel einfach etwas einheitlicher und gepflegter aussehen lässt. Dieser muss gut durchtrocknen.

Danach kommt die Nagelspitze dran. Hier kann mit viel Übung freihändig der weiße Lack aufgetragen werden. Wer lieber auf Nummer Sicher gehen möchte, kann mit Schablonen oder auch Klebeband arbeiten, um eine saubere Kante zu erzielen.

Auch diese Schicht sollte gut trocknen und zum Schluss noch mit einem Überlack versiegelt werden. Es gibt auch Designs, bei denen zu Beginn auf einen farbigen Lack verzichtet und nur die Spitze lackiert wird. Hier sollte dennoch am Ende der gesamte Nagel (am besten doppelt) mit einem klaren Überlack versiegelt werden.

French Nails – altbacken oder trendy?

Um diese Frage drehen sich die Gedanken wohl vieler Nail-Addicted. Diese Maniküre kennen wir wohl alle noch aus den 90ern und assoziieren sie daher nicht unbedingt mit den modisch wertvollsten Looks. Doch es kann nicht bestritten werden, dass die French Nails eine ruhige, elegante Maniküre sind, die sowohl ins Büro als auch auf eine Hochzeit passt.

Kein Wunder also, dass sie 2018 ein wahres Revival erleben. Schon in den vergangenen Monaten entdeckte man die zarten Nägel auf Laufstegen und roten Teppichen. Nun stürmen sie die sozialen Medien und zeigen, dass French Nails auch modern interpretiert werden können!

Von wegen langweilig und spießig!

Die French Nails werden bunt! Mal wird das ganze Design mit knalligen Farben umgesetzt – wobei es dadurch natürlich seine elegante Zurückhaltung etwas einbüßt – mal sind es lediglich die Spitzen, die farbig leuchten oder mit auffälligem Glitzer kleine Akzente setzen.

Außerdem sind es auch nicht mehr nur die vorderen Partien des Nagels, die hervorgehoben werden. Häufig gesellen sich auch farbig lackierte Nagelmonde dazu oder es werden feine kleine geometrische Highlights gesetzt (etwa ein einzelner Punkt im hinteren Bereich des Nagels). Der Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt!

Quellen

www.wikipedia.org/wiki/Französische_Maniküre
www.brigitte.de/french-nails
www.11880-beauty.com/…/french-nails
www.instyle.de/…/french-nails-comeback

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